Immer noch Perth, immer noch Tina und ich und immer noch arbeiten.
Eigentlich ist nicht viel passiert, wenn da nicht die kleinen aber feinen Geschichten des Alltags waeren.
So ereignet es sich zum Beispiel jeden zweiten Tag wenn ich den morgen vor meiner Fruehschicht mit einer Runde jogging im Park beginne.
Andere Laender andere Sitten, so viel war mir schon klar, aber lustig zu sehen wenn sich das auch auf sportliche Betaetigungen ausdehnt.
Wenn ich also morgens in Laufschuhen und angemessener Bekleidung mich in einem bestimmten Tempo auf den Weg in den Hyde Park (http://en.wikipedia.org/wiki/Hyde_Park_(Western_Australia)) mache, dann finden sich dort auch diverse andere "Jogger" ein die ich in zwei unterschiedliche Verhaltensmuster kategorisieren konnte.
Es gibt eine Sache die eigentlich alle gemeinsam haben: es wird nicht gejoggt. Bei der erwaehlten Bewegungsform handelt es sich lediglich um eine Mischung aus einem Schlendergang und einfachem Gehen. Ich moechte dabei erwaehnen, dass mein Tempo fuer einen Jogger auch sehr gering ist, ich also einen Geher (sportliche Variante des einfachen Gangs) sofort erkennen wuerde.
Ich habe noch nicht raus bekommen koennen warum man sich dafuer in eine Radlerhose und das atmunksaktive Oberteil werfen muss (wobei wir bei der ersten Kategorie waeren), aber ich gebe zu es macht mehr her als Tinas abgelegte Wanderhose und ein olles Traegershirt.
Natuerlich uebertreibe ich wieder masslos und es gibt auch einige die nicht nur professionell gekleidet sind sondern auch so schnell an mir vorbei flitzen, dass ich sie einfach gleich wieder vergesse.
Noch lieber sind mir allerdings die Damen in der Runde, Kategorie 2. Es handelt sich dabei um Frauen um die siebzig die keinen Hehl daraus machen, dass sie nicht vorhaben sich grossartig anzustrengen und einfach in ihrer Tageskluft ihre Runden drehen. Ich haette sie wahrscheinlich gar nicht als Sportler registriert oder eingeordent, wenn da nicht der Flotte Joggingschuh an den Fuessen glaenzen wuerde.
Man laesst sich schliesslich nicht lumpen und moechte nicht einfach als schlichter Spaziergaenger verkannt werden.
Dienstag, 20. Januar 2009
Aus dem Leben der feinen Damen
Dienstag, 13. Januar 2009
Perth mein Perth
Ich hab einen Job! Nee, nee, ich will mich hier nicht haeuslich nieder lassen, auf keinen Fall!
Aber wo gehobelt wird fallen Spaene und wo ueber ein halbes Jahr nicht gearbeitet wird leidet die Geldboerse, da brauchen wir uns nichts vor zu machen.
Zudem ist es ein ganz schoenes Gefuehl mal wieder "sesshaft" zu werden und einen geregelten Alltag zu haben.
Auf jeden Fall hab ich mir die Fuesse platt gelaufen in Melbourne und Perth, immer angetrieben von meinem neuen personal Manager Tina, und finde mich jetzt an der Rezeption in einem Hostel in Perth wieder.
Nach dem ersten erfolgreich absolvierten Tag kann ich auch schon sagen, dass mir die Arbeit grossen Spass gemacht hat und es ist toll mal auf der anderen Seite des Tresens zu stehen.
Ich gebe zu Perth ist jetzt nicht der Nabel der Welt, aber bis Ende Februar werde ich schon genug Beschaeftigung finden.
Und dann gab es ja auch noch die grosse Wirrwasche Familienzusammenfuehrung!
Da war die Freude am Flughafen natuerlich riesig! Natuerlich mussten wir uns auch nicht lange aneinander gewoehnen und den Beiden konnte die zweitaegige Reise und die Zeitverschiebung nicht viel anhaben.
Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet und so ging es bereits aufs Schiff, etliche Kilometer zu Fuss, aufs Fahrrad und nun auf die eigenen vier Faeuste im Mietwagen uebers Land.
In ein paar Tagen hab ich sie zurueck und dann erlaube ich mir meinen ersten Urlaub von meiner neuen Anstellung, denn dann gehts zum Uluru!
Und bis dahin wird malocht!
So siehts naemlich aus: http://www.flickr.com/photos/14669014@N03/?saved=1
Dienstag, 6. Januar 2009
Lieblingstier: Koala
Das tolle an Australien ist, dass man sich eigentlich wie zu Hause fuehlt und dann ploetzlich am Strassenrand einen zuckersuessen Koala entdeckt der sich gerade auf den Weg zu einem neuen Baum macht um dann wieder den ganzen Tag zu verschlafen. Oder Kakadus die einem staendig mit lautem Kraechtzen ueber den Kopf fliegen. Auch wenn man also fuer einen Augenblick vergisst, dass man so weit weg von zu Hause ist, wird es einem spaetestens dann wieder bewusst.
Da hilft auch nicht die Kuhherde die uns jeden morgen vor unserem wunderschoenen Cottage in der naehe vom Wilsons Prom (http://en.wikipedia.org/wiki/Wilsons_Promontory) begruesst hat.
Ok, Auto fahren auf der linken Seite ist vielleicht auch gewoehnungsbedurftig, aber mit unserer riesigen japanischen Kutsche (wir haben einige Klassen besser bekommen als reserviert) war auch das kein Problem und wir sind gestern heil in Melbourne angekommen.
Und hier die Beweisfotos: http://www.flickr.com/photos/14669014@N03/
Freitag, 2. Januar 2009
2009 und ich bin dabei!
Was fuer ein Silvester! Die Karten fuer die Oper haben sich als absolut richtige Entscheidung erwiesen uns so durften wir, vorbei an den stundenlang wartenden Massen im Hafen und in voller Erwartung, zu unserem Silvester Konzert in die Sydney Opera stolzieren. Als wir dann noch von einem Angestellten des Opernhauses zielsicher aus dem Menschenauflauf heraus erkannt und an die richtige Stelle geleitet wurden, wussten wir, dass der Zwirn richtig gewaehlt war.
Und wenn man dann in diesem tollen Gebaeude sitzt, die Gaensehaut einen von Kopf bis Fuss befaellt weil man der Melodie von Nessun Dorma lauschen darf und einem bewusst wird, dass so ein aufregendes, manchmal sehr trauriges aber sicherlich einschneidendes Jahr zuende geht, dann ist man ein sehr gluecklicher Mensch!
Aber damit nicht genug, denn auch das Feuerwerk sollten wir hautnah erleben duerfen und spaetestens dann musste ich mir immer wieder bewusst machen, dass ich auf meiner Weltreise bin, gerade in Sydney, auf dem Balkon der Oper stehe mit einem Glas Champagner in der Hand das Jahr 2009 nicht besser haette eingelaeutet werden koennen!
Ich wuensche euch ein Frohes neues Jahr und kann es kaum erwarten dieses Jahr alle wieder zu sehen!!!