Fuer die letzten zwei Naechte mit Andrea und Flo haben wir uns noch mal was ganz besonderes ausgesucht und sind mit Zug und Boot direkt ins Paradies gefahren. Das Bon Ton Resort http://www.bontonresort.com.my/ liegt auf der Insel Langkawi und ist wohl das Gegenteil von dem was man unter einem Resort versteht. Nach einer fast schlaflosen Nacht in einem Roedelzug inklusive indischem Ruelpskonzert fanden wir uns in einer antiken malayischen Villa wieder die mit so viel Liebe eingerichtet wurde, dass man sich sofort wohl fuehlte. Das Personal war einfach hundert Prozent ohne das man sich als verlotterter Backpacker fehl am Platze vorkam und die tausend Katzen und Hunde die dort aufgepeppelt wurden haben alles noch gemuetlicher gemacht. Ausserdem konnte man keine Stunde auf dem Resortgelaende verbringen ohne mit einer leckeren Kleinigkeit ueberrascht zu werden bis hin zur Kokusnuss die frisch vom Baum gepflueckt wurde. Ich gebe zu das hoert sich jetzt alles nach All-Inclusive-Anlage an, aber ich baue einfach darauf, dass ihr mir in diesem Punkt vertraut.
Ach so, hatte ich letzten zwei Naechte geschrieben? Genau genommen war es nur eine. Das viel uns allerdings erst ein paar Stunden vor Abflug auf, denn der Flieger ging nach Mitternacht und da kann man ja auch mal mit dem Tag ins schleudern kommen. Was fuer eine Aufregung, vor allem in anbetracht der Tatsache, dass wir 13 Zugstunden von Kuala Lumpur entfernt waren.
Aber zum Glueck haben wir alle schnell geschaltet und so wurden die Beiden in nassen Badesachen ins naechste Flugzeug verfrachtet und alles war gut. Direkter kann man vom Strand wohl nicht nach Hause fliegen.
Aber ich wuerde sagen der Stress hat sich gelohnt und wir hatten wirklich verdammt viele Highlights auf unserer gemeinsamen Reise!
Jockel und ich haben dann da weiter gemacht und die groessten Anstrengungen des Tages bestanden darin die Insel oder den Strand zu wechseln. Malaysia hat schon noch ein paar Perlen versteckt, aber viele Ziele sind leider sehr ausgeschlachtet und oft vermuellt.
Hinzu kommt, dass gefuehlt 99,9% Malaysias aus Palmoelplantagen besteht. Sehr schade!
Ausgeruht konnten wir dann Bangkok auf uns wirken lassen und haben nichts ausgelassen.
So sitze ich hier jetzt mit Augenraendern und erhole mich von Maerkten, Schneidern, Shopping, Getraenken in schwindelerregender Hoehe (http://www.banyantree.com/bangkok/facilities/dining/vertigo.html) und endlich mal wieder Disco dancing (Zitat: Tuk Tuk Fahrer) mit LTJ Bukem!
Und jetzt noch ein letzter Punkt in eigener Sache:
Ich habe meinen Rueckflug gebucht und bin am 21. April wieder in der Heimat!
Also haltet euch die Terminkalender frei, ich kann es kaum erwarten alle wieder zu sehen!!!
Und bis dahin: http://www.flickr.com/photos/14669014@N03/?saved=1
Montag, 30. März 2009
Disco dancing
Montag, 16. März 2009
Ich bin die Nr. 10 und schwimme mit den Barracudas
Als Highlight wuerde ich wohl das schwimmen mit und inmitten einer riesen grossen Barracuda Schule nennen.
Kaum durchgeatmet, schon finden wir uns in Kuala Lumpur wieder. Wuselig, stinkig, laut und dreckig. Aber im positiven Sinne...na gut, die Ratte im Hostelflur haette nicht sein muessen, aber es gibt viel zu sehen!
Und wenn man eine Aufheiterung braucht liest man sich einfach ein paar Schilder durch. Hier wird alles eingemalayischt. Taxi wird zu Teksi, Express zu ekspres und Counter Kaunter.
Herrlich!
Und hier die ersten Tage Asien in Bildern: http://www.flickr.com/photos/14669014@N03/
Montag, 9. März 2009
Ich bin ein sehr gluecklicher Mensch
Einen Berg zu besteigen, in diesem Fall den Mount Kinabalu (http://de.wikipedia.org/wiki/Kinabalu) ist schon eine sehr aufregende Angelegenheit. Vor allem wenn es hoch auf 4000 Meter geht und die letzten drei Stunden Nachts im Dunkeln bestritten werden. Am Tag zuvor ging es naemlich erstmal bis zum Basislager auf 3300 Meter wo man sich von den ersten sechs Kilometern Weg bergauf erholen konnte.
Um drei Uhr Nachts wurde dann weiter gestiefelt um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben. Bergsteigerprofis wie wir hatten natuerlich an nichts gedacht und so musste alles uebereinander gezogen werden um die naechtliche Kaelte einigermassen zu ueberstehen. Ausserdem liess die Beleuchtung stark zu wuenschen uebrig da keiner von uns an eine Taschenlampe gedacht hatte.
Natuerlich war mir klar, dass man mit Hoehenangst auf 4000 Meter schon Schwierigkeiten bekommen koennte, aber da ich es mittlerweile eher als gesunden Respekt vor der Hoehe betiteln wuerde, wurde mir erst mulmig als wir uns an Seilen ueber die glatte und vor allem sehr steile Felswand ziehen mussten.
Ich hab es geschafft, ich war ganz oben! Hab es dann allerdings bei morgengrauen vorgezogen schnell wieder den Rueckweg anzutreten da mir bei Rundumbeleuchtung erst das Ausmass der Hoehe und vor allem der Steilwand zur linken bewusst wurde.
Was dann kam war einer der wenigen Moment im Leben wo man sein Glueck kaum fassen kann. Da stand ich nun, dem Himmel so nah, die Welt zu meinen Fuessen und erfuellt von der Natur!
Da haben sich die schlottrigen Knie beim Abseilen und das tagelange Muskelkater in den Beinen unbedingt gelohnt!
Ganz bestimmt ein Ereignis das sich unter meinen Top 10 Naturerlebnissen wieder findet.
Aber dann sind da noch die Erlebnisse fuer die man keinen Berg besteigen, nicht aus einem Flugzeug springen oder alte Ruinen besichtigen muss.
Es sind die Alltaeglichkeiten die einen umgeben und zu denen man im normalfall doch so wenig Zugang hat. Und damit das nicht so bleibt gibt es Organisationen wie Miso Walai Homestay (http://www.misowalaihomestay.com/) die einem ermoeglichen in Familien zu wohnen und dabei die Natur Borneos zu erleben.
Umgesetzt sieht es dann so aus, dass man an einer Bruecke mitten im Nirgendwo aus einem Bus steigt, sich den Weg zu dem Hauptquartier bahnt, einen Plan fuer den naechsten Tag erhaelt und einer Familie zugewiesen wird.
Als wir dann zu unserem neuen zu Hause gebracht wurden war ich schon ganz schoen aufgeregt. Schliesslich sehen hier die meisten Haeuser von aussen doch recht einfach aus und manchmal kommt es einem so vor als waeren sie nur auf Stelzen gebaut damit man Platz fuer die Muellentsorgung hat.
Wenn man allerdings so herzlich empfangen wird wie wir von unserer Familie, dann kann man sich nur noch wohl fuehlen. Ich gebe zu die Bauweise, das essen mit den Haenden und die Toilette im Stil "Loch im Boden" sind ein wenig gewoehnungsbeduerftig, aber waehrend ein grosser Teil der Familie auf dem Boden geschlafen hat wurde das Tourizimmer sehr westlich eingerichtet.
Das Haus platzte allerdings auch aus allen Naehten da die Schwester mit ihren acht Kindern zu Besuch war und wir somit ueber zwanzig Personen waren. Ein Gluecksgriff fuer uns denn so war die Huette voll und immer was los!Abgerundet wurde das ganze mit einem Live Konzert auf der Veranda. Selten so schiefe Toene gehoert und mich dabei so amuesiert. Tanzkurs inklusive!
Ich koennte alleine ueber diese zwei Tage ein Buch aller meiner Eindruecke schreiben und da waeren die Dschungelfahrten auf dem Fluss oder die Wanderung durch Schlamm vorbei an Blutegeln noch nicht mit drin. Nur eins: Wir haben Nasenaffen gesehen! http://de.wikipedia.org/wiki/Nasenaffe
Die Zeit mit der Familie kommt mir jetzt fast ein wenig unwirklich vor und ich hoffe sehr, dass mir soviel wie moeglich davon in Erinnerung bleibt!
So etwas kann man mit keinem Geld der Welt kaufen!
Fotos folgen...
Mittwoch, 4. März 2009
Nur fliegen ist schoener
Wenn doch alles so einfach waere...."rein in den Flieger und los". Da hatte ich die Rechnung aber ohne den neuen A380 gemacht.
Nachdem ich zu unchristlichster Zeit um sechs Uhr morgens in Perth aufbrechen musste um nach Sydney zu fliegen, da dann einige Stunden versucht hab mir die Zeit zu vertreiben, wurde meine Geduld noch mehr auf die Probe gestellt als heraus kam, dass leider einer der drei Tanks der Quantas Maschine nicht zu befuellen war. So konnte es also nicht los gehen.
Was dann kam war allerdings recht unkompliziert. Zuerst wurden wir mit einem 30 Dollar Gutschein ruhig gestellt was bei mir schon mal hervorragend funktionierte.
Dann hiess es "heute geht nichts mehr" und wir wurden in Hotels verfrachtet um am naechsten morgen unser Glueck erneut zu probieren.
Ich gebe zu ich habe auch schon aehnliche Geschichten gehoert bei denen auf Luxushotels zurueck gegriffen werden musste und man sich dann ploetzlich in der Koenigssuite wieder fand.
Als ich mit meinem Steak aufs Haus in meinem Einzelzimmer (mit eigenem Bad) vor dem Fernseher sass und "50 erste Dates" gesehen hab, da haette es fuer mich nicht mehr Luxus als in diesem Ibiz Hotel geben koennen.
Besser haette mein Plan B nicht sein koennen, auch wenn das hiess dass Jockel die erste Nacht in Singapur alleine verbringen musste.
Dafuer waren alle drei (Jockel, Andrea und Flo) am naechsten Tag am Flughafen um mich abzuholen. Schon mal ein kleiner Vorgeschmack aufs nach Hause kommen...
Aber vorher wartete das Abenteuer Asien auf mich und mit Singapur ein hervorragender Einstieg. Und kaum mit der Wimper gezuckt finde ich mich auch schon in Malaysia wieder, genau genommen auf der Insel Borneo wo es einen Berg zu besteigen gibt und ein Tauchabenteuer zu bestehen. Ist schon anders mit "Urlaubern" zu reisen, da wird kein Tag verschenkt und das ist auch gut so!