Sonntag, 31. August 2008

Und ich bin doch eine Nordseekrabbe

Unglaublich was Ecuador alles zu bieten hat und wieviel wir in den fuenf Wochen geschafft haben zu sehen.
Nach der Kueste ging es uebers Hochland in den Dschungel und somit fehlte uns eigentlich nur noch eine Klimazone: die Galapagos Inseln.
Aber zuerst mussten wir uns von dem Urwald erholen und so kehrten wir fuer ein paar Tage zurueck ins Hochland und liessen uns bei einem allmorgendlichen Dampfbad in Banos wieder herstellen.
Und dann gings los, ab in die Maschine von Guayaquil direkt auf die Inseln um von da unsere 4-taegige Bootstour zu beginnen.
Die ersten zwei Tage sind aufgrund der Seekranktabletten zwar ein wenig verschleiert an mir vorbei gezogen, aber umso besser hab ich abends in der schwankenden Koje geschlafen.
Ich hatte ja keine Ahnung, dass die Dinger einen ganzen Tag lang wirken, aber so konnte ich vielleicht mit ein wenig mehr Gelassenheit dem Hai beim Schnorcheln begegnen...
Ok, es war ein komplett ungefaehrlicher Whitetip-Riffhai (oder wie auch immer) und meine Flossen haben sich sogleich verselbststaendig und mich auf direktem Wege zurueck zum Strand gebracht...
Aber ich bin zurueck gekehrt (an einem anderen Strand) und wurde mit riesigen Meeresschildkroeten, Seeloewen (vor denen ich noch mehr Respekt habe als vor Haien), unzaehlige Leguanen zu Wasser und an Land, Pinguinen und natuerlich unzaehligen Fischen belohnt.
Ich hatte mir zwar alles ein wenig anders vorgestellt, vielleicht gruener, kleiner, unbewohnter und mit noch mehr Tieren, aber wenn man am Strand liegt und es fliegen Flamingos und unzaehlige andere tolle Voegel an einem vorbei, dann kommt einem das schon alles ganz schoen unwirklich vor.
Auch das Schiff, die Besatzung und die anderen Mitreisenden waren zu unserer vollsten Zufriedenheit und mal wieder war es ein Sonnenuntergang an Deck der mir wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben wird. Vor allem in Kombination mit einem unglaublichen Sternenhimmel aus dem zu allem Ueberfluss auch noch Sternschnuppen fielen.

Und wenn man sich schon mal auf den Weg gemacht hat, dann sollte man hier schon noch ein wenig verweilen und so sitzen wir nun schon seit ein paar Tagen auf der Trauminsel Isabela in einem sehr verschlafenen Dorf und machen eigentlich Nichts, ueberhaupt Nichts und zwischendurch auch Nix. Obwohl das stimmt nicht, wir liegen am Strand, beobachten hunderte von Leguanen die jeden Tag zum Fressen im Wasser an uns vorbei ziehen und gehen barfuss im Sand joggen. Zwischendurch muessen wir uns dann gegenseitig kneifen und uns daran erinnern was wir hier eigentlich machen und wo wir eigentlich sind.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

ach anja, das klingt alles so cool! wäre gerne dabei und habe die inseln jetzt auf meine "muss ich sehen" liste gesetzt... jockel