Samstag, 18. Oktober 2008

Ein bisschen mehr wie zu Hause

Wenn es Jemanden gab der sich vor langer Zeit mal dran gemacht hat die Erde zu erschaffen, dann war er auf jeden Fall betrunken oder in Experimentierlaune als Chile an der Reihe war.
Hier findet man einfach alles: Palmen neben Kastanienbaeumen, Geckos auf Schneekuppen oder Rapsfelder am Fusse eines Vulkans.
Man kriegt fast heimelige Gefuehle und trotzdem wartet hinter dem naechsten Berg immer wieder eine Ueberraschungen die man nicht erwartet hat.

Ich habe einige Reisende getroffen die von Chile enttaeuscht waren weil es so wenig Suedamerikanisch anmutet, aber ich muss zugeben, dass ich nicht traurig drum bin, dass man mit Bussen fahren kann ohne Angst zu haben, dass sie gleich auseinander fallen.
Oder dass man nicht staendig sein Gepaeck an sich binden muss um es nicht ploetzlich in dem Besitz eines anderen wieder zu finden.
Natuerlich gibt es das gewisse Lateinamerikanische Flair was dabei ein wenig abhanden kommt, aber schliesslich ist es auch ein Zeichen dafuer, dass es der Bevoelkerung hier wesentlich besser geht als in den anderen Laendern und darueber darf man sich nun wirklich nicht beschweren auch wenn man dafuer etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Ausserdem ist es ein hervorragendes Land um es sich zu zweit gut gehen zu lassen und wir haben in den paar Tagen schon tolle Ausfluege in unterschiedliche Nationalparks gemacht, auf einer Berghuette unter einem unglaublichen Vollmond uebernachtet und die Landschaft genossen die sich hier staendig zu veraendern scheint und immer wieder beeindruckt.

Nur dass mit dem Essen hab ich noch nicht so ganz durchschaut. Hier scheint es zwei Moeglichkeiten zu geben sich kulinarisch zu bereichern.
Die Fast-Food Variante in Form eines Completos (Hot Dog, siehe vorheriger Eintrag) in einer der Imbissbuden die es hier an (wirklich) jeder Ecke gibt.
Oder man gehe in ein Restaurant und isst Fleisch mit Fleisch, ein wenig Fleisch als Beilage und Kartoffeln in frittierter oder gekochter Form.
Allerdings entpuppt sich Chile als das Mallorca des Suedens und mit den deutschen Einwanderern kam auch schmackhaftes Brot und ein paar Restaurants die sich zur Aufgabe gemacht haben dem ungesunden Essen durch eine vegetarische Karte entgegen zu wirken.

Und zum heutigen Abschluss noch ein paar Bilder aus Peru und die ersten aus Chile:
http://www.flickr.com/photos/14669014@N03/

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