Dienstag, 20. Januar 2009

Aus dem Leben der feinen Damen

Immer noch Perth, immer noch Tina und ich und immer noch arbeiten.
Eigentlich ist nicht viel passiert, wenn da nicht die kleinen aber feinen Geschichten des Alltags waeren.
So ereignet es sich zum Beispiel jeden zweiten Tag wenn ich den morgen vor meiner Fruehschicht mit einer Runde jogging im Park beginne.
Andere Laender andere Sitten, so viel war mir schon klar, aber lustig zu sehen wenn sich das auch auf sportliche Betaetigungen ausdehnt.
Wenn ich also morgens in Laufschuhen und angemessener Bekleidung mich in einem bestimmten Tempo auf den Weg in den Hyde Park (http://en.wikipedia.org/wiki/Hyde_Park_(Western_Australia)) mache, dann finden sich dort auch diverse andere "Jogger" ein die ich in zwei unterschiedliche Verhaltensmuster kategorisieren konnte.
Es gibt eine Sache die eigentlich alle gemeinsam haben: es wird nicht gejoggt. Bei der erwaehlten Bewegungsform handelt es sich lediglich um eine Mischung aus einem Schlendergang und einfachem Gehen. Ich moechte dabei erwaehnen, dass mein Tempo fuer einen Jogger auch sehr gering ist, ich also einen Geher (sportliche Variante des einfachen Gangs) sofort erkennen wuerde.
Ich habe noch nicht raus bekommen koennen warum man sich dafuer in eine Radlerhose und das atmunksaktive Oberteil werfen muss (wobei wir bei der ersten Kategorie waeren), aber ich gebe zu es macht mehr her als Tinas abgelegte Wanderhose und ein olles Traegershirt.
Natuerlich uebertreibe ich wieder masslos und es gibt auch einige die nicht nur professionell gekleidet sind sondern auch so schnell an mir vorbei flitzen, dass ich sie einfach gleich wieder vergesse.

Noch lieber sind mir allerdings die Damen in der Runde, Kategorie 2. Es handelt sich dabei um Frauen um die siebzig die keinen Hehl daraus machen, dass sie nicht vorhaben sich grossartig anzustrengen und einfach in ihrer Tageskluft ihre Runden drehen. Ich haette sie wahrscheinlich gar nicht als Sportler registriert oder eingeordent, wenn da nicht der Flotte Joggingschuh an den Fuessen glaenzen wuerde.
Man laesst sich schliesslich nicht lumpen und moechte nicht einfach als schlichter Spaziergaenger verkannt werden.

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