Und somit auch fuer meinen ersten Familienurlaub in weiter Ferne und das erste Festival welches ich alleine bestritten habe.
Aber jetzt mal in chronologischer Reihenfolge, ist ja schliesslich schon eine Weile her dass ich geschrieben habe und ich habe mich sehr ueber die Nachrichten gefreut in denen ich darauf aufmerksam gemacht wurde.
Es war also soweit, es ging ins Outback. Ich fuehlte mich ein wenig an die Universal Zeit erinnert, denn ich war bewaffnet mit einer dicken Mappe Hotel-, Flugbuchungen und anderen Informationen. Ehepaar Wirrwa konnte also betreut werden. Es gab aber auch ein straffes Schedule zu bestreiten mit allem drum und dran, inklusive schlafen unterm Sternenhimmel, Wanderungen in unvorstellbarer Hitze und eine Truppe die unberechenbarer als ein Pralinenkasten sein kann.
Ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, aber man kann wohl sagen, dass "unvorstellbare Hitze" extrem untertrieben ist; die Sterne einen auch nicht von den Skorpionen und Dingos ablenken konnten; heisses, aufbereitetes Wasser fuer immer von meiner Ernaehungsliste gestrichen ist und Froesche in Toiletten immer noch besser sind als Mutantengrasshuepfer in der Dusche. Aber auch das hat dazu beigetragen, dass es ein unvergessliches Erlebnis wurde und unser Pralinenkasten hielt ein paar Schaetze parat wie unter anderem unseren Bushi, ein durchgeknalltes aber sehr liebenswuerdiges Original.
So wurden Hoehenaengste ueberwunden, spannende Geschichten ausgetauscht und unglaubliche Landschaften bestaunt.
Als perfekte Erholungskur kam uns danach Kangaroo Island (http://en.wikipedia.org/wiki/Kangaroo_Island) sehr gelegen. Diese Insel ist die Formvollendung von Disney Land...nur ohne Maerchenfiguren...oder so aehnlich. Auf jeden Fall kann man ohne viele Kilometer hinter sich zu legen einem Imker ueber die Schulter sehen, in wunderschoenen Buchten entspannen, eine Menge Tiere beobachten, in Haeusern wohnen die man an Anhaengerkupplungen spannen kann und vieles, vieles mehr.
Abschliessend kann man sagen, dass wir eine sehr schoene Tour zusammen hatten und ich hoffe, dass die Beiden noch lange davon zehren koennen!
Und damit mich die Arbeitswelt nicht ganz von meinem Lotterleben abbringt hab ich mich kurz nach Ankunft in Perth mit dem Big Day Out Festival (http://www.bigdayout.com/perth.php) belohnt. Wo ein gewisser Herr Ban, Ray Ban, am Eingang anscheinend seine Sonnenbrillen verteilt hat. Noch nie habe ich so viele Wayfarer Modelle auf einem Haufen gesehen. Es handelt sich dabei also um die gemeine Festivalsonnenbrille. Weiss ich das jetzt auch.
Ansonsten war es schoen zu sehen, dass sich einige Fakten anscheinend weltweit durch alle Festivals ziehen. Es gibt immer einen Hauptakt der aus dem Rahmen faellt (Neil Young), eine Band die auf einer viel zu kleinen Buehne spielt und ich somit immer zu spaet komme und nicht mehr rein darf (The Prodigy), einen Auftritt auf den man sich sehr gefreut hat und der einen enttaeuscht (Arctic Monkeys) und ein paar Bands denen man bis jetzt noch keine Beachtung geschenkt hat und die man fuer sehr gut empfindet (Sneaky Sound System, Lupe Fiasco, The Living End).
Ich kann nicht leugnen, dass ich mir in sehr vielen Situationen die unterschiedlichsten Freunde herbei gewuenscht habe, aber somit konnte ich wenigstens niemanden verlieren und hatte Zeit fuer eine kleine Feldforschung. So ist mir zum Beispiel extrem aufgefallen, dass ich den Konsum von Drogen noch nie so oeffentlich beobachten konnte. Aus diversen Tuetchen wurde Diverses auf unterschiedlichste Arten eingenommen und ich frage mich noch mal ob die strikte Kontrolle von Alkohol und Zigaretten der richtige Ansatz ist.
Die Jugend Australiens war auf jeden Fall ausser Rand und Band und ich hatte Freude daran Zaungast zu sein.
Das wars fuers erste. Ab jetzt muesst ihr euch wieder fuer meine Alltagsgeschichten Interessieren denn ich werde den kompletten Februar arbeitend in Perth verbringen bevor es dann nach Asien geht.
Ach so, das noch: http://www.flickr.com/photos/14669014@N03/
Mittwoch, 4. Februar 2009
Es gibt fuer alles ein erstes mal
Labels:
Australien
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