Einige Wochen bin ich jetzt schon in dem Hostel und erlebe Tag fuer Tag den Alltag vor und hinter dem Thresen.
Vor dem Thresen heisst so viel wie in einem sechs Bett Zimmer zu schlafen, hoffen dass man keine Bettwanzen im Zimmer hat, seine Lebensmittel so gut wie moeglich zu verpacken um sie dann in den ueberfuellten Kuehlschrank zu stopfen und jeden Tag neue Leute um sich zu haben.
Das stimmt allerdings nicht ganz denn in meinem Hostel bin ich nicht die einzige die einer Arbeit nachgeht und hin und wieder fuehle ich mich sogar eher wie in einer Wohngemeinschaft als in einem Hostel. Am besten geht das indem man neue Gaeste einfach ignoriert und versucht Gewohnheiten zu pflegen wie zum Beispiel das montaegliche Barbecue.
Leider leidet mein Englisch ein wenig darunter, da zwei meiner "Mitbewohner" Franzosen sind mit einem etwas eingeschraenkten Wortschatz und so hab ich mich auf kurze, einfache Saetze mit viel Hand- und Fussbewegung spezialisiert.
Zum Glueck hat man einen aehnlich ausgepraegten Sinn fuer Humor der auch ohne grosse Worte funktioniert.
Aber da ist ja auch noch Jantien, meine Retterin in der Not, nicht nur was gute Unterhaltung angeht. Denn nachdem ich drei Tage hintereinander Chinanudeln verzehren wollte war das wohl drei mal zu viel und mir wurde mit der heissen Suppe ein Zeichen gesetzt. Ein Brandzeichen auf meiner Hand naemlich. Vorgestern haben wir operiert und eine riesige Brandblase geoeffnet. Aber keine Angst, sie ist Krankenschwester und auch hier uebertreibe ich natuerlich mal wieder ein wenig.
Hinter dem Thresen heisst tatsaechlich so viel wie Spass haben. Das Wissen ueber ein nahes Ende dieses Jobs laesst ihn natuerlich in einem noch besseren Licht dastehen, aber ich muss sagen, dass ich es gerne mache. Die Arbeit im Hostel ist genau die richtige Mischung aus Stress, ein wenig Kopfarbeit, Routinesachen und Plauderei mit den Gaesten.
Da kann ich dann auch meinem englisch wieder auf die Spruenge helfen bis ich gefragt werde ob ich auch deutsch sei und einen uebergrossen Stolz auf dem Gesicht meines Gegeuebers entdecke weil er mich 'enttarnt' hat. Was wuerde Deutschland eigentlich machen wenn auf einem Mal alle zu Hause waeren und nicht im Urlaub. Da waere doch gar kein Platz fuer uns alle!
Donnerstag, 19. Februar 2009
Das Leben im Hostel und drum herum
Labels:
Australien
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen