Ich hab mit Miko eigentlich da angefangen wo wir vor einigen Monaten aufgehoert hatten: shoppen, Sushi essen und abends zum Konzert (wobei man nicht ausser Acht lassen darf, dass das nach mehreren Monaten Abstinenz passiert ist und ich beim shoppen nichts gefunden habe).
Vor allem beim Konzert ist mir erstmal wieder aufgefallen wie sehr es mir doch gefehlt hat Livemusik zu erleben.
Es ereignete sich naemlich, das R.E.M. in Santiago zugegen war und zusammen mit den Kaizer Chiefs (Highlight des Abends) und Mars Volta (welche Drogen muss man nehmen um das zu ertragen???) auf dem Sue Festival gespielt hat.
R.E.M. hat alle Hits gebracht und wir hatten den ersten Tag der gemeinsamen Reise erfolgreich gestartet.
Die darauffolgenden Tage haben wir damit verbracht die Chilenische Kueste hochzureisen und sind mitlerweile in der Atacamawueste (http://de.wikipedia.org/wiki/Atacamaw%C3%BCste) angelangt die zwar wie die Westernstadt im Heidepark anmutet, aber von der man beeindruckende Touren zum Beispiel in das Tal des Mondes (http://de.wikipedia.org/wiki/Valle_de_la_Luna_(Chile)) machen kann. Davon beim naechsten mal mehr.
Miko hat schon die Suedamerikanische Sonne zu spuehren bekommen und zudem vor lauter Entspannung sich eine Erkaeltung eingefangen. Wir haben sie allerdings spontan mit grosser Sonnenbrille und Sonnenhut als japanischen Rockstar auf Drogenentzug getarnt und so muss sie nicht im verdunkelten Mehrbettzimmer ausharren.
Bevor ich mit diesem Eintrag abschliessen kann moechte ich allerdings kurz noch ein weiteres Thema anreissen: Reisende Paare.
Entschliesst man sich in trauter Zweisamkeit fuer die Unterkunft in einem Hostel so bleibt wohl als erstes die Privatsphaere auf der Strecke.
Dabei spreche ich nicht von knutschenden Verliebten, daran hab ich mich in Suedamerika schon lange gewoehnt.
Vielmehr geht es um die Paare die es normaler Weise nur in der Oeffentlichkeit schaffen sich normal gegenueber zu verhalten und zu Hause zusammen mit dem Jogginganzug sich eine andere Tonart ueberstreifen.
Da sich auf Reisen allerdings alles in der Oeffentlichkeit abspielt verliert die ein oder andere Lebensgemeinschaft mit auffallender Haeufigkeit an Haltung.
Das schlimmste ist meiner Meinung nach, dass die Meisten einfach nicht mehr merken mit was fuer einer Respektlosigkeit sie den anderen behandeln, so dass ich mich schon diverse male in Situationen wieder fand in denen ich mich zurueck halten musste ihnen nicht meine objektive Meinung mitzuteilen.
Ich kann nur hoffen, dass sich dieses Phaenomen nicht so unauffaellig einschleicht, dass es auch mich schon hin und wieder befallen hat ohne es zu merken, aber wenn mich jemand dabei beobachtet wie ich irgendwann sage "Schnucki, aber ich hab doch gesagt ich moechte gerne noch 20 Minuten im Internet bleiben, bitte sei jetzt nicht beleidigt" und Schnucki aber beleidigt ist und der Meinung das koennten auch alle anderen im Internetcafe erfahren, dann wuerde ich mich freuen wenn mich jemand an meine Worte erinnern koennte.
Also: Seid lieb zueinander! Man muss nicht zusammen bleiben wenn man sich nicht mag.
Montag, 10. November 2008
Japanische Rockstars und andere Erkenntnisse
Labels:
Chile
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