Eigentlich sollte dieser Blogeintrag ein Referat zum Thema Machisme vs. Homosexualitaet in Mexiko sein, aber da ich mich gestern abend auf den Spuren der landestypischen Alkoholika befand (soll heissen zu viel Tequila, zu viel Mezcal), bin ich heute nicht recht in der Lage ein derart umfangreiches Thema gebuehrend darzulegen.
Vielleicht sollte ich vorab auch noch bemerken, dass meine Feststellungen im Allgemeinen natuerlich nur meiner eigenen Beobachtung entspringen und genau so gut nicht der Wahrheit entsprechen koennten.
Ich versuche das Thema mal so knapp wie moeglich zusammen zu fassen. Also, das mit dem Machisme in Mexiko verhaelt sich so, dass die Maenner hier wohl die Pantoffeln anhaben, dafuer aber auch der Dame so ziemlich jeden Wunsch erfuellen wollen und auch alles bezahlen. Geht man also mit einigen Herren in eine Bar muessen die dafuer sorge tragen, dass man einen Tisch bekommt. Am einfachsten gelingt das wenn man gleich eine ganze Flasche hochprozentigen Alkohols kauft. Es ist selbstverstaendlich, dass den ganzen Abend auf Rechnung der Herren getrunken wird. Allerdings gibt es einen Punkt an dem man sich besser aus dem Staub macht, da es nicht bei einer Flasche harten Alkohols bleibt und die Gesellschaft dadurch erstens nicht besser wird und man zweitens nicht weiss ob am Ende die Grosszuegigkeit der Herrn auch zu dem Inhalt ihres Geldbeutels passt.
Heute bekam ich den Tipp von meiner Spanischlehrerin, auf dem Buergersteig nicht so dicht an der Strasse zu laufen da es wohl ueblich sei, dass Maennern auf Fahrraedern gelegentlich mal die Hand auf den Hintern einer Dame am Wegesrand rutscht...
Na ja und das mit der Homosexualitaet ist so, dass es in den kleineren Orten offiziell natuerlich keine Schwulen und Lesben gibt. Die meisten Familien sind streng katholisch und knutschende Frauen auf der Strasse waeren wahrscheinlich ein Skandal.
Wobei in Mexiko Stadt sogar der Christopher Street Day gefeiert wurde.
Zitat von meinem Koreanischen Mitschueler: "Ich habe zum ersten mal zwei Maenner kuessen sehen!"
Dank eines schwulen Spanischlehrers aus meiner Schule bekam ich jedoch einen ziemlich tiefen Einblick in die "Szene" in Oaxaca.
Es gibt diverse Lokalitaeten in denen man sich trifft und da es so ziemlich der einzige Ort ist an dem man ganz ungezwungen sein kann wird das natuerlich auch recht ausgelassen gefeiert.
Ich hatte auf jeden Fall einen sehr interessanten Abend und habe mich mit meinem spartanischen Spanisch sehr angeregt unterhalten.
Als man allerdings anfing darueber zu sinnieren wie froh man darueber sei etwas so Besonderes zu sein wurde deutlich, dass Homosexualitaet in Mexiko noch weit davon entfernt ist akzeptiert zu werden und als normal zu gelten. Man koennen wir froh sein, dass wir in Deutschland so tolerant und frei aufwachsen!
Mittwoch, 2. Juli 2008
Duett und Datt aus dem Land des Machisme
Labels:
Mexiko
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2 Kommentare:
Juhuu Tequila! Ich habe schon darauf gewartet. O.k. es gibt eine ganze Menge Dinge die man sonst noch in Mexico erledigen kann...aber Tequila...
abgesehen davon: der blog ist klasse - Danke!
liebe Grüße
der große Bruder
Unter Einfluss von Alkohol lernt sich eine Landessprache bekanntlich am besten! Gut gemacht. Weiter so!
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