Donnerstag, 4. September 2008

Kurz ein paar Worte zu Ecuador

Ich bin zurueck in der Wirklichkeit. Genau genommen in Guayaquil in dem Hostel in dem alles begann und Miriam und ich uns nach 1,5 Jahren wieder getroffen haben.
Miriam ist mittlerweile im Flieger zurueck nach Deutschland und ich warte auf meinen 26 Stunden Bus nach Lima.

Allerdings moechte ich Ecuador nicht verlassen ohne noch ein paar Worte zu diesem wunderbaren Land zu verlieren. Vielleicht war es die Reisebegleitung, vielleicht meine besseren Spanischkenntnisse oder mein Magen der sich an das Essen gewoehnt hat. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass mich das Land mehr als begeistert hat und ich nie gedacht haette, dass man hier so viel Zeit verbringen kann und immer noch das Gefuehl hat laenger bleiben zu koennen.
Ecuador hat nicht nur vier Klimazonen sondern in jeder dieser Regionen leben auch komplett unterschiedliche Menchen. Waehrend man an der Kueste natuerlich sehr entspannt (und fast immer barfuss) den Tag beginnt und sich gerne zwischendurch eine kleine Auszeit auf den Wellen, beim Fussball oder mit einer kleinen Siesta goennt, so kommt einem die Bevoelkerung in den Bergen doch wesentlich geschaeftiger vor. Hier wird sich aufgrund der geringen Temperaturen dick eingepackt und die Wangen sehen immer ein wenig verfroren aus. Zudem wird auf den Feldern oder mit dem Vieh gearbeitet und die Vegetation scheint wie das Fleisch auf den Rippen der Rinder oder Ziegen nicht besonders ueppig.
Und dann sind da natuerlich noch die Bewohner des Dschungels ueber die ich eigentlich gar nicht viel sagen kann und die mir erscheinen als hingen sie irgendwo zwischen alten Traditionen und neuester Technik.
Waehrend auf die Kunst der Schamanen vertraut wird droent moderne Musik aus den Holzhuetten, angetrieben durch Solarenergie.
Auf den Galapagos Inseln findet sich vielleicht ein Mix aus allem wobei hier der Tourismus natuerlich immer und ueberall ist. Wenn man dann allerdings die Schulkinder sieht die nach der Schule mit einem Boottaxi ihren Heimweg ueber tuerkisenes Wasser antreten waehrend neben ihnen die Seehunde schwimmen und ueber ihnen Pelikane kreisen, dann bekommt man das Gefuehl, dass es sie nicht so schlecht getroffen hat.

Was ich eigentlich nur sagen moechte ist, dass Ecuador toll ist und immer wieder eine Ueberraschung bereit haelt! Hier gibt es auf jeden Fall fuer jeden Geschmack etwas und sehr viele hilfsbereite und liebenswerte Menschen haben uns einen wunderschoenen und unkomplizierten Aufenthalt beschert!

Trotzdem hat es die ein oder andere Erfahrung gegeben, die ich alleine garantiert nicht erlebt haette und ganz bestimmt haette ich niemals so viel tolle Unterhaltungen gefuehrt und so viel und herzlich gelacht!
Deshalb danke ich dir Miriam :-)

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